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Donnerstag 23. Juni 2016

Ankündigung Projekte 2018

Liebe Gesellen und Freunde der Casa Calfelor! Vom 25. Juni bis zum 02. Juli gibt es einen Arbeitseinsatz fuer die Casa Calfelor in Timisoara. Zugereist werden kann ab dem 23.06., Str. Bontila 12-14. Das diesjaehrige...[mehr]


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Donnerstag 23. Juni 2016 Von: Stefan Walter

Sommer 2017


Im Juni, vor der grossen Zureisewelle hat die Casa Calfelor ein zweiwöchiges Jugendprojekt, geleitet von 2 Einheimischen, durchgeführt. 14 Jugendliche haben in dem Kurs Stühle mit Sitzflächen und Rückenlehnen aus Holz und geschmiedeten Beinen gebaut. Bei den Tischler- und Schmiedearbeiten wurde ihnen das Handwerk etwas näher gebracht.

 

Daraufhin sind wir mit acht Gesellen nach Timisoara für eine erste Zusammenarbeit mit der rumänischen Kolpingstiftung. Kolping Rumänien besteht aus 77 lokalen Vereinen, die sich sozialen Projekten widmen, führt bereits zwei Hotels in grösseren Städten und ist sich seinen Wurzeln als Gesellenverein sehr bewusst. In Timisoara, einer Stadt nahe der ungarischen Grenze, haben sie ein grosses, zentrumsnahes Grundstück erworben, auf dem nach dem Abriss der alten Gebäude ein Hostel, sowie eine weitere Casa Calfelor entstehen soll

Dort haben wir mit Deutschen und Rumänen der Kolpingjudgend zusammen Dächer und Mauern zurück gebaut und das Material für den Bau der neuen Herberge eingelagert. Gleichzeitig wurde ein ca. 65qm grosser Schuppen mit wiederverwendetem Holz gebaut, der als Bauhütte und Materiallager während der Bauzeit dient.

Bis zum Jahr 2021, in dem Timisoara Kulturhauptstadt Europas ist, soll der Bau abgeschlossen werden.

 

Als Auftakt zum Sommerprojekt hatten wir in Sibiu eine dreifach-Einheimischmeldung der rechtschaffend fremden Maurer- und Steinhauergesellen, mit anschliessender schachtübergreifender Einheimischparty.

 

Bei dem Sommerprojekt der Casa Calfelor in Sibiu vom 24.07.2017 bis zum 03.09.2017 lag der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit der Compagnons und Wandergesellen. Bei verschiedenen Baustellen lernten sich die Gesellen, deutsche und französische näher kennen und konnten sich Techniken des jeweils anderen aneignen und sich über fachliche Fragen austauschen. Das Sommerprojekt in Sibiu wurde mit einer Vernissage eröffnet. Wir haben das Projekt vorgestellt und uns bei allen Unterstützern bedankt. Bei der anschließenden Feierlichkeit gab es den ersten Kontakt von Fremden mit der rumänischen Bevölkerung.

In der öffentlichen Schauwerkstatt haben unter anderem Steinmetze, Maurer, Schreiner, Dachdecker, Zimmerer und Schmiede ihre Hanbwerkskunst dargeboten und grosses Interesse bei dem Publikum erweckt. So wurde auch die Existenz unserer Tradition weiter bekannt gemacht, und bei dem Anblick einiger begeisterter Jugendlichen, keimt in uns erneut die Hoffnung, dass bald ein paar rumänische Kameraden unter uns sind.

Neben der Schauwerkstatt haben wir auch wieder einige Baustellen durchgeführt, z.B. eine Dachsanierung, eine Dachaufdoppelung und Zwischensparrendämmung, die Sanierung eines Hofstores, den Bau einer viertelgewendelten, halbgestemmten Ahorntreppe, die Reparatur der Eingangstreppe zum Kirchenportal, die Sanierung von Fenstern und Türen und noch vieles mehr. Der diesjährige Charlottenburger wurde im Stempeldruckverfahren mit einem in feinster Schnitzkunst angefertigten hölzernen Druckstock hergestellt.

 

Mit einem von den Gesellen organisierten, kleinen Platzkonzert und anschliessender Feuerschau, zogen wir zahlreiche Zuschauer an. Es wurden verschiedene deutsche und französische Lieder mit Gitarre, Gesang und Cachon gesungen.

Wir besuchten Mittelaltermärkte in Bistrita, Sighisoara, Medias, Fagaras und Sibiu, bei denen wir jeweils in einer kleinen Schauwerkstatt gearbeitet haben. Bei dieser Gelegenheit konnte man ein paar andere Städte und Dörfer Rumäniens kennenlernen und bekam einen besseren Eindruck von Land und Leuten.

Nach dem letztjährigen Erfolg unseres Bildhauersymposiums gab es dieses Jahr eine zweite Auflage. Fünf Bildhauerstudenten aus Timisoara und ein einheimischer Schmied haben aus recycleten Materialien Skulpturen aus Holz, Stein und Metall entstehen lassen, die bei einer kleinen Vernissage in der Stadt öffentlich zur Schau gestellt wurden.

Gegen Ende des Projektes wurden Gesellenfotos mit einer selbst gebauten Kamera auf Glasscheiben gemacht.

Insgesamt sind etwa 50 Gesellen zugereist und verbrachten eine schöne Zeit miteinander. Viel konnte man über andere Schächte lernen oder den ein oder anderen Reisekameraden finden.