Axt & Kelle

-Der Schacht „Axt und Kelle“ erwandert alle Berufe der Bauhaupt- und Baunebengewerke.

-Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre kam bei einzelnen Reisenden bestehender Schächte das Bedürfnis auf, sich gemeinsam mit Frauen zu organisieren, und sich auch politisch äussern und positionieren zu dürfen. Ebenso wollten sie nicht mehr nur unter einem Meister arbeiten, sondern Baustellen im Kollektiv ohne Hierachie selbst planen und umsetzen.

Aus diesem Baukollektiv gründete sich 1982 der Schacht Axt&Kelle. Und damit der erste Schacht, der auch Frauen erwandert.

-Äusseres Erkennungszeichen der erwanderten Mitglieder ist ein Ohrring, der „Hänger“, welcher eine Axt und eine Kelle vor aufgehender Sonne zeigt; die Symbole des Schachtes.

Die Erwanderten sowie AspirantInnen tragen die Kluft in der Farbe des jeweiligen Gewerks, die weisse Staude mit eingeschlagenem Kragen und natürlich einen schwarzen Hut mit Krempe.

-Im Rahmen des jährlich stattfindenden Sommertreffens organisieren die reisenden Kellen immer eine Soli-Baustelle für ein unterstützenswertes Projekt. Zum einen als Dankeschön für die Unterstützung der Gesellschaft, welche die Reisenden erfahren, zum anderen um gemeinsam zu arbeiten, sich auszutauschen und um voneinander zu lernen. Diese Projekte müssen gemeinnutzig und dürfen nicht in privater Hand sein. Alle Reisenden des Schachtes A&K, die sich in Europa befinden, arbeiten auf der Solibaustelle mit.

-Auch wenn Axt&Kelle ein Schacht der aktuell Reisenden ist, besteht eine enge Zusammenarbeit mit und Unterstützung durch die Einheimischen (ehemals Gereiste).

-Axt&Kelle pflegt die alte Tradition der Gesellenwanderschaft, die mündlich von den Älteren an die Jüngerreisenden weiter getragen wird. Der Schacht möchte das Alte bewahren und sich dennoch dem Neuen nicht verschliessen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit den Problemen unserer Zeit, mit dem politischem Geschehen, ökologischen und ökonomischen Krisen gehört genauso zur Wanderschaft, wie das Weitertragen alter Traditionen.